Phantom Twist Drone: So funktioniert Motion Blur Stealth

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Es geht nicht darum, unsichtbar zu sein. Es geht darum, verschwommen zu sein.

Ein Team der Northwestern University hat gerade einen Prototyp einer Drohne namens Phantom Twist veröffentlicht. Es werden keine Tarnvorrichtungen verwendet. Es hat keine transparenten Flügel. Es täuscht dein Gehirn. Indem es seine Teile schnell genug dreht, verwandelt es sich in einen durchscheinenden Fleck. Ein schwebender Dunst. Schwer, sich darauf zu konzentrieren. Schwer zu verfolgen.

Die Forscher stellten diese Studie auf der Konferenz „Robotics: Science and Systems“ in Sydney vor. Es ging ihnen nicht darum, einen Tarnkappenjäger für den Krieg zu bauen. Sie wollten aufhören, Wildtiere zu erschrecken. Aber die Auswirkungen reichen weit über die Vogelbeobachtung hinaus.

Das Problem mit traditionellem Stealth

Die meisten Drohnen, die Sie sehen, versuchen sich zu verstecken, indem sie wie Steine aussehen. Oder Bäume. Sie verwenden Farbe. Sie verwenden transparente Kunststoffe. Sie versuchen, Licht um ihren Körper herum zu beugen. Es ist ein visuelles Spiel.

Aber Kameras und Augen sind gut darin, Bewegungen zu erkennen. Ein herkömmlicher Quadcopter hat einen festen Körper. Vier Rotoren drehen sich. Sie sehen den Rahmen. Es sticht vor einem Himmel voller Wolken oder einem Wald aus Ästen hervor.

Michael Rubenstein, außerordentlicher Professor an der Northwestern University und Erstautor der Studie, brachte es auf den Punkt.

„Die meisten Bemühungen, Drohnen zu verstecken, konzentrieren sich darauf, sie wie ihre Umgebung aussehen zu lassen“, sagte er. „Stattdessen fragten wir, ob wir die Drohne so gestalten könnten, dass sie sich an der Art und Weise orientiert, wie Menschen Bewegung wahrnehmen.“

Das Ergebnis? Eine Maschine, die sich weniger wie ein Hubschrauber, sondern eher wie ein Deckenventilator verhält.

Wie sich Phantom Twist verbirgt

Entfernen Sie die vier Rotoren. Entfernen Sie den stabilen Rahmen.

Sie haben nur noch einen einzigen Motor und einen einzigen Propeller. Das ist es.

Aber hier ist der Trick. Der Propeller dreht sich in eine Richtung. Der Körper dreht sich in die entgegengesetzte Richtung. Es gibt keine feststehenden Teile, an denen sich Ihr Auge festhalten könnte. Das Ganze dreht sich 25 Mal pro Sekunde.

Zu schnell, als dass das menschliche Sehvermögen es klar auflösen könnte.

Emma Alexander, eine Computer-Vision-Expertin im Team, erklärte die Physiologie hinter der Magie. Das menschliche Auge sammelt im Laufe der Zeit Signale. Wie eine Kamera mit langer Verschlusszeit. Wenn sich die Dinge schnell genug drehen, verschmieren die Kanten. Du siehst keine Form. Sie sehen Unschärfe.

Der Phantom Twist ist optisch etwa zehnmal weniger wahrnehmbar als ein Standard-Quadrocopter.

Es verschwindet nicht. Es wird einfach zum Hintergrundgeräusch. Ein durchscheinender Fleck, wo eine Maschine sein sollte.

Das Unsichtbare entwerfen

Sie bauen dies nicht durch Versuch und Irrtum auf. Sie entwerfen es nicht einmal wirklich von Hand.

Das Team verwendete Algorithmen. Sie generierten 20.000 theoretische Drohnenkonfigurationen. Jeder ordnete einen Motor, eine Batterie, eine Platine und ein Gegengewicht an zufällige Positionen. Stabilität war die Grundvoraussetzung. Wenn es vom Himmel fiel, zählte es nicht.

Dann übernahm die KI.

Das System ordnete die Komponenten iterativ neu. Es testete die Sicht aus nahezu jedem Winkel. Es respektierte aerodynamische Beschränkungen. Es wurden Simulationen durchgeführt, bei denen die sich drehende Drohne über 100 reale Hintergründe zusammengesetzt wurde. Himmel. Bäume. Gebäude.

Jeder Entwurf wurde durch ein Wahrnehmungsmodell bewertet. Wie gut hat es gemixt? Niedrigere Werte waren besser. Das System wählte die 500 am wenigsten sichtbaren Designs aus. Habe die Schleife noch einmal durchlaufen. Mehr Stealth herausgequetscht.

Als die Rechnung funktionierte, wurde es gebaut.

Die endgültige Form ist seltsam. Bewusst ausbreiten. Komponenten sitzen auf unterschiedlichen Höhen. Winkel variieren. Zwischen den Teilen gibt es Leerraum. Warum? Denn wenn sich beim Drehen Teile überlappen, bilden sie eine feste Silhouette. Eine klare Form. Leicht zu erkennen.

Durch den Abstand bleibt die Unschärfe diffus. Unkonzentriert.

Warum ist das wichtig?

Lärmbelästigung ist immer noch ein Problem. Der Propeller heult. Die dünnen Stützstäbe fangen das Licht ein. Es ist kein perfekter Geist.

Aber es ist gut genug, um die Art und Weise zu ändern, wie wir die Umwelt beobachten.

Stellen Sie sich vor, nistende Vögel zu überwachen, ohne sie zu erschrecken. Die Drohne sieht nicht wie ein Raubtier aus. Es sieht aus wie ein Fehler in der Luft.

Die Vermessung von Feuchtgebieten wird leiser. Weniger aufdringlich. Schwärme von Wasservögeln zerstreuen sich nicht, wenn ein schwarzer Quadrocopter über ihnen schwebt.

Die Inspektion alternder Brücken oder Stromleitungen verändert das menschliche Verhalten nicht. Die Leute am Boden bleiben nicht stehen, um auf eine Maschine zu starren, die in ihrer Nähe summt. Es verschwindet in der Peripherie.

Das Team arbeitet bereits an Versionen der nächsten Generation. Leiserer Antrieb. Transparentere Materialien. Bessere Aerodynamik.

Derzeit existiert der Phantom Twist als Proof of Concept. Es beweist, dass Verstecken nicht bedeutet, unsichtbar zu sein. Es bedeutet, als Teil der Welt um einen herum wahrgenommen zu werden.

Rubenstein und Alexander zeigten uns neue Grenzen im Low-Vis-Flug. Eines, bei dem die beste Tarnung keine Farbe ist. Es ist Geschwindigkeit.

Und vielleicht, nur vielleicht, ist es der Grund, warum Sie nie wieder eine über Ihnen fliegende Drohne bemerken werden. Bis Sie nach unten schauen und den Boden ungestört sehen.