Die vier Astronauten an Bord der Raumsonde Orion haben ihre Reise zum Mond nach einem präzisen Triebwerksbrand begonnen, der sie auf eine Mondbahn brachte. Die Besatzung – drei Amerikaner und ein Kanadier – führte um 19:49 Uhr erfolgreich eine fünfminütige und 50 Sekunden dauernde Zündung des Haupttriebwerks des Raumfahrzeugs durch. Eastern Time markiert einen entscheidenden Schritt in der Artemis-II-Mission der NASA.
Missionsausführung und Besatzungserklärungen
NASA-Astronautin Christina Koch sagte während des Brennens aus der Kapsel: „Mit diesem Brennen zum Mond verlassen wir die Erde nicht; wir wählen sie.“ Dieses Gefühl unterstreicht die Ambition der Mission: nicht nur den Mond zu erreichen, sondern auch die anhaltende Fähigkeit der Menschheit zur Erkundung zu demonstrieren. Jeremy Hansen, Missionsspezialist der kanadischen Raumfahrtbehörde, fügte hinzu: „Die Menschheit hat wieder einmal gezeigt, wozu wir fähig sind … Ihre Hoffnungen für die Zukunft tragen uns jetzt auf dieser Reise.“ Die einwandfreie Durchführung der translunaren Injektion – das Manöver, das Orion aus der Erdumlaufbahn befördert – wurde von Lori Glaze, amtierender stellvertretender Administrator der NASA für die Entwicklung von Explorationssystemen, bestätigt. Sie erklärte: „Von diesem Zeitpunkt an werden die Gesetze der Orbitalmechanik unsere Crew zum Mond, um die andere Seite herum und zurück zur Erde befördern.“
Missionsziele und Tests
Die Artemis-II-Mission ist keine Landung; Es handelt sich um einen strengen Testflug, der die Systeme der Raumsonde Orion vor künftigen Mondlandemissionen validieren soll. Die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen verbrachten den ersten Tag in einer hohen Erdumlaufbahn, wo sie wichtige Lebenserhaltungssysteme (einschließlich Kohlendioxidfilterung und Temperaturkontrolle) testeten und unter der Leitung des Piloten Victor Glover Andockmanöver durchführten – eine entscheidende Übung für das zukünftige Andocken eines Mondlanders. Die NASA bestätigte, dass diese Systeme „genau wie von uns vorhergesagt und in einigen Fällen sogar besser“ funktionierten.
Was Sie erwartet
Die Besatzung wird am Montag, dem 6. April, hinter der anderen Seite des Mondes vorbeifliegen und Videokonferenzen mit der Erde abhalten. Die NASA überträgt die Mission live auf YouTube, X und ihrer Website. Die gesamte Mission endet in acht Tagen mit einer Wasserkatastrophe im Pazifischen Ozean.
Auch Astronauten haben sich an die Realität des Lebens in der Schwerelosigkeit angepasst, indem sie Trainingsgeräte (ein Schwungrad) nutzten und Sitze in Schlafgelegenheiten umwandelten. Der Zusammenhalt der Crew ist in so engen Räumen von entscheidender Bedeutung, wie Victor Glover feststellte: „Es kommt der Punkt, an dem das, was vielleicht als potenzielle Belästigung begann, tatsächlich zu einer Sache der Zärtlichkeit wird.“
Die Artemis-II-Mission bekräftigt das Engagement der NASA für die Erforschung des Weltraums und legt den Grundstein für eine nachhaltige Mondpräsenz und zukünftige Missionen darüber hinaus.


























