Die NASA bereitet sich darauf vor, die Rakete Artemis 2 Space Launch System (SLS) und das Raumschiff Orion am Mittwoch, dem 25. Februar, zurück in das Vehicle Assembly Building (VAB) zu verlegen, da in der Oberstufe der Rakete eine Unterbrechung des Heliumflusses festgestellt wurde. Die vier Meilen lange Fahrt, die voraussichtlich bis zu 12 Stunden dauern wird, beginnt gegen 9 Uhr EST (1400 GMT) mit dem riesigen Crawler-Transporter 2-Fahrzeug.
Hintergrund des Artemis 2-Tests
Die SLS-Rakete wurde am 17. Januar zunächst zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center (KSC) ausgerollt, gefolgt von einer Reihe von Wet-Generalproben (WDRs), um Startvorgänge zu simulieren. Der erste WDR wurde am 2. Februar unterbrochen, als ein Leck von flüssigem Wasserstoff (LH2) identifiziert und behoben wurde. Ein zweiter WDR wurde am 19. Februar erfolgreich abgeschlossen und bereitete die Mission zunächst auf einen Startversuch am 6. März vor.
Das Problem des Heliumflusses und seine Bedeutung
Der aktuelle Rückschlag ist auf eine Unterbrechung des Heliumflusses in der Oberstufe der SLS-Rakete zurückzuführen. Helium ist entscheidend für die Druckbeaufschlagung der Treibstofftanks, die über 730.000 Gallonen LH2 und flüssigen Sauerstoff enthalten. Ohne den richtigen Heliumdruck kann die Rakete ihre Triebwerke nicht sicher und effizient mit Treibstoff versorgen, was einen Start unmöglich macht.
Diese Ausgabe beleuchtet die inhärente Komplexität großer Raketensysteme. Selbst kleinere technische Probleme können umfangreiche Fehlerbehebungen und Verzögerungen erforderlich machen.
Auswirkungen auf den Startplan
Durch den Rollback auf das VAB wird ein Startfenster im März, das sich nur bis zum 11. März erstreckte, effektiv ausgeschlossen. Die NASA prüft derzeit Möglichkeiten während des nächsten verfügbaren Fensters, das am 1. April beginnt, mit zusätzlichen Optionen zwischen dem 3. und 6. April und dem 30. April.
Missionsdetails
Ziel der Artemis-2-Mission ist es, vier Astronauten – Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch von der NASA sowie Jeremy Hansen von der Canadian Space Agency – auf einen zehntägigen Mondvorbeiflug zu schicken. Diese Mission ist ein entscheidender Schritt zur Etablierung einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond und baut auf dem Erfolg der unbemannten Artemis-1-Mission auf.
Der Rollback zum VAB ermöglicht es den NASA-Ingenieuren, das Heliumproblem zu diagnostizieren und zu beheben, bevor sie mit weiteren Tests und schließlich dem Start fortfahren.


























