Die Chancen, das Polarlicht – auch Nordlicht genannt – zu beobachten, sind in dieser Weihnachtswoche deutlich höher als sonst, da das Weltraumwetter weiterhin unbeständig ist. Auch wenn eine spektakuläre und großflächige Darstellung nicht garantiert werden kann, erhöhen die aktuellen Bedingungen die Wahrscheinlichkeit, die Lichter zu sehen, erheblich, insbesondere in Regionen mit hohen Breitengraden.
Was treibt die Aktivität an?
Die erhöhte Polarlichtaktivität ist auf einen Strom sich schnell bewegender Sonnenwinde zurückzuführen, der aus einem großen koronalen Loch auf der Sonne stammt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine geringfügige Schwankung; Die Sonnenwindgeschwindigkeiten sind derzeit doppelt so schnell wie typische Hintergrundwerte und liegen im Durchschnitt bei etwa 430 Meilen (700 Kilometer) pro Sekunde. Diese erhöhte Geschwindigkeit hat bereits kleinere geomagnetische Stürme (Stufe G1) ausgelöst und wird voraussichtlich bis Heiligabend und Weihnachtstag anhalten.
Warum ist das wichtig? Die Sonne strahlt Energie nicht gleichmäßig ab. Koronale Löcher sind Bereiche konzentrierter Magnetfeldlinien, die es dem Sonnenwind ermöglichen, mit höherer Geschwindigkeit zu entweichen. Wenn diese schnellen Sonnenwinde mit der Magnetosphäre der Erde interagieren, verursachen sie geomagnetische Störungen, die sich als Polarlichter manifestieren.
Wo kann man sie sehen?
Die besten Beobachtungsstandorte liegen in Regionen mit hohen Breitengraden:
- Alaska
- Nordkanada
- Skandinavien (Norwegen, Schweden, Finnland)
- Hoher Norden Schottlands
- Teile von Grönland
- Nördliche US-Bundesstaaten wie Washington, North Dakota und Minnesota
Für diejenigen in den Vereinigten Staaten sind die Sehmöglichkeiten auf die äußersten nördlichen Bundesstaaten beschränkt. Anderswo haben Himmelsbeobachter in den oben aufgeführten Regionen die höchste Chance, Polarlichterscheinungen zu sehen.
Ein potenzieller Schub durch einen koronalen Massenauswurf
Es gibt einen kleinen, aber bedeutenden Joker: einen koronalen Massenauswurf (CME), der am 20. Dezember die Sonne verließ. Obwohl es nicht direkt auf die Erde gerichtet ist, könnte es am 24. Dezember nahe genug an der Erde vorbeifliegen, um die bereits gestörte Sonnenwindumgebung zu stören und kurzzeitig die Polarlichtaktivität zu verstärken. Dies ist ein unvorhersehbarer Faktor, aber selbst ein Streifschlag könnte die Sichtbarkeit verbessern.
Bleiben Sie informiert
Um Ihre Chancen, das Nordlicht zu sehen, zu maximieren, verwenden Sie eine Weltraumwetter-App, die Polarlichtvorhersagen basierend auf Ihrem Standort liefert. Zu den beliebten Optionen gehört „My Aurora Forecast & Alerts“ (verfügbar für iOS und Android), aber auch jede ähnliche App ist nützlich. Diese Tools verwenden Echtzeitdaten, um die Sichtbarkeit des Polarlichts vorherzusagen, sodass Sie wissen, wann und wo Sie suchen müssen.
Die Kombination aus anhaltend ungeklärten Bedingungen und den möglichen Auswirkungen von CME bedeutet, dass dieses Weihnachten den Himmelsbeobachtern an den richtigen Orten ein wunderschönes, unerwartetes Geschenk bringen könnte.






















