Bei Indiens Ansatz im Umgang mit Siedlungsabfällen geht es nicht um eine einzige Deponie. Es handelt sich um eine fragmentierte, mehrstufige Pipeline, die an der Tür beginnt und an einem völlig anderen Ort endet. Der offizielle Plan basiert auf einer einfachen Prämisse: Quellentrennung.
Wenn Sie die Bananenschalen in den Müll werfen und die Plastikflaschen in den anderen Müll, könnte das System funktionieren.
Nassabfälle, Trockenabfälle, Sanitärabfälle und Sondermüll müssen am Entstehungsort getrennt werden. Das ist nicht nur eine gute Übung. Dies ist die Grundlage für den Rest der Kette. Sortierter Abfall landet im Sammelnetz.
Einige davon werden über einen offiziellen Haus-zu-Haus-Abholdienst abgewickelt. Der Großteil wird jedoch von informellen Abfallsammlern eingesammelt. Diese Menschen agieren in den Grauzonen der städtischen Infrastruktur und schöpfen Wert aus dem Strom, bevor er das Gelände erreicht.
Von dort aus werden die Abfälle einer stofflichen Verwertungsanlage zugeführt.
Hier findet die eigentliche Sortierung statt. Der Zweck ist Recycling. Ziel ist die Weiterverarbeitung. Aber nicht alles geht durch.
Kalorienverschwendung nimmt einen anderen Weg. Es wird verbrannt.
Es geht nicht nur darum, Müll zu verbrennen. Dabei handelt es sich um einen Energierückgewinnungsprozess. Die erzeugte Wärme soll für die Stromerzeugung zurückgewonnen werden. Dies ist eine Möglichkeit, den Nutzen aus dem herauszuholen, was sonst totes Gewicht wäre.
Aber hier liegt das Problem.
Trotz Trennung an der Quelle, trotz Recyclinganlagen und Verbrennungsanlagen gibt es immer noch Abfall.
Abfälle, die nicht recycelt werden können. Abfälle, die nicht verwertet werden können.
Es wird entsorgt.
Auf Mülldeponien.
„Abfälle, die nicht verwertet oder recycelt werden können, werden auf der Mülldeponie geworfen.“
Es wird behauptet, dass das System zirkulär sei. Sein Zweck ist die Wiederverwertung von Materialien und Energie. Tatsächlich sind Mülldeponien immer noch der endgültige Bestimmungsort für nicht wiederverwertbare Materialien. Geringe Trennleistung, Einschränkungen der Behandlungstechnologie und die schiere Menge an gemischtem Abfall vereinen sich in der Endgrube.
Indiens Abfallmanagementstrategie ist technisch solide. Die Durchsetzung variiert stark je nach Stadt, Stadtteil und wer Ihren Müll abholt.
Im Idealfall werden saubere, feuchte Abfallströme in Kompost, trockene Abfälle in Rohstoffe und energiereiche Abfälle in das Stromnetz umgewandelt. Die Realität ist mehr Verwirrung, mehr Vermischung und mehr Dumping.
Die Infrastruktur ist jedoch vorhanden. Alle Einrichtungen sind vorhanden. Die Frage ist, ob der menschliche Faktor oder die Segregation an der Quelle mit der Volumenzunahme mithalten kann.
Oder bleibt die Deponie weiterhin die Standardlösung für alles andere?



























