Eine gezielte Naturschutzbemühung in den Quantocks zeigt erste Erfolge. Nach einer von Freiwilligen geleiteten Initiative zur Pflanzung Hunderter Ulmen werden seltene Schmetterlinge, von denen man einst glaubte, sie seien aus der Gegend verschwunden, wieder gesichtet.
Die Rückkehr des White-Letter-Hairstreak
Der Weiße Zipfelfalter ist eine Schmetterlingsart, die derzeit vor einer prekären Zukunft steht. Nach Angaben des UK Butterfly Monitoring Scheme sind die Bestände dieser Art seit 1973 um 80 % zurückgegangen.
In den Quantocks war die Situation besonders schlimm; Der Schmetterling wurde in der Gegend seit 2008 nicht mehr offiziell registriert und wurde in den letzten 75 Jahren nur fünfmal dokumentiert. Die jüngsten Sichtungen von elf Schmetterlingen und drei Raupen deuten jedoch darauf hin, dass sich das lokale Ökosystem möglicherweise erholt.
Wiederaufbau eines verlorenen Lebensraums
Die Erholung ist kein Zufall. Die Friends of the Quantocks haben ein gezieltes Projekt ins Leben gerufen, um die Hauptnahrungsquelle des Schmetterlings wiederherzustellen: die Ulme.
Das Projekt stand vor zwei erheblichen ökologischen Hürden:
1. Ulmenkrankheit: Diese weit verbreitete Krankheit tötet Ulmen oft, bevor sie ausgewachsen sind. Da Weißbuchen-Haarstreifen sehr hohe, blühende Ulmen bevorzugen, wurde durch den Verlust ausgewachsener Bäume ihr Lebensraum praktisch zerstört.
2. Ökologische Amnesie: Wie Robin Stamp, Vorsitzender der Gruppe, feststellte, haben viele Menschen den Bezug zur Landschaft verloren und oft vergessen, wie selbst eine Ulme aussieht.
Um diese Probleme zu bekämpfen, hat die Gruppe ein strategisches Neuanpflanzungsprogramm implementiert:
– Pflanzumfang: 430 krankheitsresistente Ulmen wurden auf 38 verschiedenen Parzellen gepflanzt.
– Aktueller Bestand: Die Gruppe identifizierte etwa 100 bestehende Ulmen, um das neue Wachstum zu ergänzen.
– Finanzierung: Die Initiative wurde vom Fonds Landwirtschaft in einer geschützten Landschaft unterstützt.
Warum das für die Artenvielfalt wichtig ist
Das Wiederaufleben des Weißen Haarstreifens ist mehr als nur der Sieg einer einzelnen Art; Es ist ein Lackmustest für die lokale Artenvielfalt. Da diese Schmetterlinge auf eine bestimmte, alternde Baumpopulation angewiesen sind, deutet ihre Anwesenheit auf eine gesunde, komplexe Waldstruktur hin.
Der Erfolg dieses Projekts wirft wichtige Fragen darüber auf, wie wir „geschützte Landschaften“ verwalten. Es zeigt, dass gezielte, artspezifische Eingriffe – wie das Pflanzen krankheitsresistenter Sorten eines Wirtsbaums – einen Welleneffekt erzeugen können, der ganze Nahrungsketten wiederherstellt.
Blick nach vorne
Die Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Friends of the Quantocks planen, im kommenden Winter weitere Ulmen zu pflanzen. Das ultimative Ziel ist nicht nur die Stabilisierung der Haarstreifenpopulation, sondern auch die Schaffung eines Lebensraums, der robust genug ist, um andere seltene Schmetterlingsarten zu beherbergen, die ebenfalls aus der Region verschwunden sind.
„Wir hoffen, dieses Jahr mehr Schmetterlinge zu finden“, sagt Robin Stamp. „Wir suchen auch nach anderen Schmetterlingsarten, die seit Jahren nicht mehr gesehen wurden.“
Die erfolgreiche Sichtung dieser seltenen Schmetterlinge beweist, dass eine proaktive Wiederherstellung des Lebensraums den jahrzehntelangen Artenschwund umkehren kann und bietet eine Blaupause für umfassendere Schutzbemühungen.
























