Peter Philips: Dem Komponisten wird eine Verschwörung gegen Elisabeth I. vorgeworfen

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Peter Philips war zu seiner Zeit eine große Sache. Er war nicht nur irgendein obskurer Keyboarder. Er schrieb Madrigale, Motetten und Orgelstücke, denen die Leute tatsächlich Aufmerksamkeit schenkten. Er wurde um 1560 oder 161 in London geboren und starb 1628 in Brüssel. Das ist ein Leben, das von ernsthaften politischen und religiösen Spannungen geprägt ist.

Er war römisch-katholisch. In England war das im Grunde ein Todesurteil für die Karriere, wenn man zu Hause festsaß. Also packte Philips 1582 seine Sachen und reiste nach Italien. Er landete als Organist am English College in Rom. Es war ein sicherer Zufluchtsort für im Exil lebende Katholiken. Aber er blieb nicht ewig dort.

Im Jahr 1585 begann er für Lord Thomas Paget zu arbeiten. Sie reisten viel zusammen. Als Paget 1590 starb, zog Philips nach Antwerpen. Dies geschah in den spanischen Niederlanden, dem heutigen Belgien. Die Dinge wurden schnell kompliziert.

Die niederländischen Behörden beschuldigten ihn, einen Mordanschlag auf Königin Elizabeth I. geplant zu haben. Dabei handelt es sich nicht um ein kleines Missverständnis. Philips kam ins Gefängnis. Er hatte eine Verhandlung. Er wurde freigelassen. Es ist unklar, was genau die Beweise waren, aber er ging weg.

1597 hielt er sich in Brüssel auf. Er wurde Organist an der königlichen Kapelle von Erzherzog Albert von Österreich. Irgendwann in dieser chaotischen Zeit nahm er wahrscheinlich heilige Befehle entgegen. Bis 1610 hatte er ein Kanonikeramt inne. Die Kirche hatte ihn voll und ganz angenommen.

Seine Musik war überall. Bände mit Madrigalen zu italienischen Texten erschienen 1596, 1598 und 1603. Das ist ein stetiger Strom an Veröffentlichungen. Es folgten acht Bände seiner Kirchenmusik, die zwischen 1612 und 1633 veröffentlicht wurden. Ein Band mit Messen erschien nach seinem Tod und ist seitdem verschollen. Wir wissen nicht, wie es klang.

Seine Arbeiten erschienen auch in bedeutenden Sammlungen dieser Zeit. Seine Stücke finden Sie im First Book of Consort Lessons von Thomas Morley aus dem Jahr 1599. Das Fitzwilliam Virginal Book enthält 19 seiner Klavierstücke. Es ist ein bedeutender Teil dieses berühmten Manuskripts.

Schaut man sich seinen Stil genau an, sind die Einflüsse deutlich erkennbar. Man hört italienisches Flair. Sie hören die niederländische Struktur. Und dahinter verbergen sich seine englischen Wurzeln. Es ist eine Mischung, die die frühbarocke Tastenmusik definierte.

Warum verließ er England? War es nur Religion? Oder war der Druck zu groß? Die Vorwürfe in Antwerpen deuten darauf hin, dass die Politik absoluten Ernst meinte. Er überlebte jedoch. Und seine Musik überlebte ihn, auch wenn ein ganzes Messbuch in der Geschichte verschwand.