Der Mars Express der ESA hat kürzlich einige wilde Fotos gemacht. Schauen Sie sich das Shalbatana Vallis genau an. Es ist wirklich nicht nur ein Tal. Es ist ein Geist.
Eine Erinnerung daran, dass der Mars einst feuchter war. Viel nasser. Die neuen Bilder der hochauflösenden Stereokamera der Mission zeigen ein Durcheinander aus Kratern und eingestürztem Land. Eine chaotische Landschaft, die schreit: „Hier ist etwas Großes passiert.“
Wo ist dieser Ort?
Direkt in der Nähe des Äquators. Sie erstreckt sich über eine Länge von rund 1.301 Kilometern. Ungefähr so lang wie Italien.
Die neuesten Aufnahmen konzentrieren sich auf den nördlichen Teil dieses Kanals. Im Oktober 2025? Warten Sie, überprüfen Sie Ihren Kalender. Die ESA hat eine Videotour veröffentlicht, die dieses Ding von Anfang bis Ende verfolgt. Vom Hochland von Xanthe bis nach Chryse Planitia.
Hier tobte das Wasser
Wie ist das passiert? Die Wissenschaft sagt Überschwemmungen. Massive, schreckliche Überschwemmungen.
Vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Grundwasser explodierte nach oben. Durch die Marskruste platzen wie Champagnerkorken im Rückwärtsgang.
Der Hauptkanal tritt auf den neuen Fotos von links ein. Es biegt nach Norden ab und verschwindet aus dem Bild. Es ist breit – 10 Kilometer breit – und tief. Ungefähr 500 Meter tief. Aber das ist die aktuelle Tiefe. Früher war es wahrscheinlich tiefer.
Im Laufe der Zeit füllten Sedimente es auf. Der Hausmeisterservice der Natur.
Ein dunkelblau-schwarzer Fleck im rauen Bereich? Das sieht aus wie Vulkanasche. Marswinde wehten es herum. Die Details erkennt man am besten in den 3D-Perspektivaufnahmen.
Haben Sie jemals eine Landschaft gesehen, die aussah, als wäre sie aus dem Orbit geworfen worden? Das ist es.
Ein Ozean, der nicht da ist
Shalbatana ist nur ein Thread in einem größeren Netz von Kanälen. Es liegt an der Grenze zwischen dem von Kratern übersäten Süden und dem glatten Norden.
Rechts liegt Chryse Planitia. Einer der tiefsten Punkte auf dem Planeten. Viele dieser Überschwemmungsrinnen enden dort.
Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass dieses tief gelegene Gebiet einst ein Ozean war. Damals, als der Mars eine dickere Atmosphäre hatte und seinen Hintern nicht über Nacht abfror. Jetzt ist es trockener Staub und kalter Wind.
Lava und gebrochener Boden
Es ist nicht alles ein Wasserschaden. Das umliegende Gelände ist ein geologisches Buffet.
In der Nähe herrscht chaotisches Gelände. Durcheinandergewürfelte Felsblöcke und Grate. Es sieht aus wie ein Puzzle, das ein Kleinkind gelöst hat. Warum? Unterirdisches Eis schmolz. Der Boden stürzte in die zurückgelassene Leere ein.
Mars Express hat dieses Zeug schon einmal gesehen – Pyrrhae Regio, Hydraotes Chaos, Aram Chaos. Der Planet liebt seinen einstürzenden Boden.
Krater sind überall verteilt. Einige sehen frisch aus und sind voller Trümmer. Andere sind verblasste Geister, erodiert durch Jahrtausende der Abnutzung.
Und die Lava? Glatte Stellen deuten auf Lavaströme hin. Wenn Lava abkühlt, schrumpft sie. Es klappt. Falten. Sie nennen sie „Faltenkämme“. Auch Mesas ragen heraus – isolierte Hügel, die dort standen, wo früher Hochebenen waren. Milliarden von Jahren der Winderosion haben sie zermürbt.
Zwanzig Jahre lang auf Red Dust gestarrt
Das war nicht leicht zu bekommen. Die HRSC-Kamera funktioniert seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Jahr 2003 eingeführt. Immer noch im Gange.
Kartierung des Mars in 3D. In Farbe. Mit unglaublicher Detailgenauigkeit.
Die Kamera stammte vom deutschen DLR. Sie übernehmen die Abwicklung. Die Freie Universität Berlin hat die Daten für diese spezifischen Ansichten ausgewertet.
Wir erfahren immer noch, was dieser Planet unter seiner rostfarbenen Haut verbirgt. Ein Flutkanal nach dem anderen. Der Rest ist Stille.
