Bürokraten vs. Sterne: Der stille Krieg der OMB gegen die Weltraumwissenschaft

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Das Ziel ist nicht die Rakete. Es ist der Wissenschaftler.

Während alle auf die Finanzierung durch die NASA achten, zielt eine leisere, gefährlichere Waffe auf die Grundlagen der amerikanischen Forschung. Das Office of Management and Budget – trocken, beige und bürokratisch – hat gerade einen Vorschlag fallen gelassen. Es liest sich wie Verwaltungsarbeit. Aber schauen Sie genauer hin.

Sie droht damit, politischen Beauftragten die Schlüssel zur Gewährung von Fördermitteln auszuhändigen.

Bei der Weltraumforschung geht es nicht nur darum, hübsche Satelliten zu bauen. Es durchsucht den Mars nach organischen Verbindungen. Es geht darum, die ersten Galaxien zu finden, die jemals entstanden sind. Diese Durchbrüche passieren nicht mit dem Autopiloten. Sie brauchen Geld. Bundesgeld. Und jetzt kann jemand im Weißen Haus entscheiden, ob die Idee eines Wissenschaftlers „politisch“ ist.

Eine typische Regeländerung gegenüber der OMB? Ein Flüstern. Weniger als 100 Kommentare. Vielleicht weniger. Dieser Vorschlag? Über eine halbe Million Kommentare.

Eine halbe Million Menschen schreien an die Decke.

Die meisten von ihnen hassen es. Die Planetary Society – eine Non-Profit-Organisation, die sich nicht am Verkauf von Flaggen und viel an der Wissenschaft beteiligt – hat jeden Aspekt der Sache zur Sprache gebracht. Von der Art und Weise, wie Beiträge veröffentlicht werden, bis hin zu der Frage, wer Gelder erhält, sehen sie Warnsignale.

„Fast jeder vorgeschlagene Aspekt … hat schädliche Konsequenzen für die Praxis der Wissenschaft.“

— Casey Dreier

Konkreter Schaden. Auch für Nicht-Wissenschaftler. Besonders für sie.

Zehn Jahre lang behandelte die NASA öffentliche Daten wie öffentliches Eigentum. Offener Zugang. Kostenlos für alle sichtbar. Sie zahlen Steuern. Sie sehen, was sie finden. Es machte Sinn. Diese Regel unterbricht diese Schleife. Es blockiert Zuschüsse für Open-Access-Publikationen. Warum? Es gibt keinen guten Grund, es sei denn, das Ziel ist nicht wissenschaftlich.

Die Kontrolle sieht in einer Budgettabelle gut aus.

Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie studieren Daten eines Mars-Rovers. Sie arbeiten nicht für die NASA, aber Ihre Idee ist brillant. Peer-Review. Solide. Jetzt gräbt ein Laie ein altes Anti-Trump-Meme von vor fünf Jahren auf X aus.

Kürzung Ihrer Finanzierung.

Gegangen. Milliarden von Dollar an gesammelten Daten, jahrzehntelanges Fachwissen, und Ihr Zuschuss verschwindet aufgrund eines Tweets. Du hast keine Regel gebrochen. Du existierst einfach auf die falsche Art und Weise.

„Zuschüsse können widerrufen werden … gegen die Interessen oder nach Lust und Laune des Präsidenten.“

Die Deckkraft ist absolut. Es gibt keinen Prozess. Einfach eine Laune.

Es entsteht auch ein Albtraum an Papierkram. Möchten Sie mit Kanada zusammenarbeiten? Russland? Sogar China? Sie müssen um Erlaubnis bitten. Sie brauchen Ausnahmen. Von Bürokraten, die nichts über Kosmologie wissen, aber Macht über Ihre Karriere haben. Wirst du das Risiko eingehen?

Wahrscheinlich nicht.

Daher versiegen Kooperationen. Daten werden wieder hinter Paywalls versteckt. Die Öffentlichkeit zahlt für die Forschung und kann die Ergebnisse dann nicht sehen. Wer profitiert? Nur die Leute, die die Fäden in der Hand halten.

Dabei geht es nicht darum, das Budget zu kürzen. Budgetkürzungen sind laut. Jeder versteht: „Uns ist das Geld ausgegangen.“ Das ist chirurgisch.

„Dies ist ein chirurgischer… Angriff auf den tatsächlichen Prozess der Wissenschaft.“

Es greift die Interpretation an. Die Analyse. Das Streiten. Dort lebt die Wissenschaft. Das James-Webb-Teleskop ist nur ein Spiegel im Nichts, bis sich ein Mensch hinsetzt und das Licht interpretiert. Wenn man aufhört, die Interpretation zu finanzieren, ist der Spiegel nur noch teures Metall.

„Wofür sammeln wir Daten?“

Dreier fragt es einfach. Die Demokraten nannten es während einer Anhörung im Senat absurd. Vierundzwanzig Gouverneure und Generalstaatsanwälte sagen, es sei verfassungswidrig. Die Gewaltenteilung ist nicht durch eine außerirdische Invasion, sondern durch ein Haushaltshandbuch des Büros bedroht.

Die OMB gibt nicht nach.

Sie warten auf Gerichtsbeschlüsse. Es kommen rechtliche Herausforderungen. Der Lärm wird lauter. Die Stille des Universums wird hier nicht helfen. Hier geht es nicht mehr um Sterne.

Es geht darum, wer denken darf.